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Mein Blog / Wettbewerb - Stoderzinken
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Der erste Blick aus dem Wohnwagen in Gröbming beim Stoderzinken am Tag Nr6 unserer Tour war nicht der schönste, dichte Bewölkung und sehr niedrige Basis, jede Hoffnung starb in mir in dem Augenblick auf einen geilen Task. Da waren wir ja schon mal, also auf zur Anmeldung, gutem Kaffe und einer gemütlichen Runde mit den anderen aus dem PGC die zum Bewerb gekommen sind.

GOPR0190Nach der Auffahrt auf den Stoderzinken, erwartete uns nur ein kurzer einfacher Fußmarsch durch den Neuschnee zum Südstartplatz, der zum Aufwärmen von uns Platt getreten wurde um einen guten Start hinzulegen. Leider brach die Thermik dahin nicht durch und wir hatten leichten Rückenwind, darum wurde rasch die Entscheidung getroffen auf die Spitze vom Berg zu marschieren wo in alle Himmelsrichtungen Startmöglichkeiten da sind. Diese Entscheidung der Leitung war super, den am Südstartplatz konnte maximal 2 gleichzeitig starten. Nach einen weiteren 30 Minütigen Fußmarsch durch den Schnee auf den Gipfel brach die Wolkendecke gegen 14:30 endlich auf und es konnte ein Task beschlossen werden. Wetterbedingt wurden die Startfenster für die Ligapiloten erst um 15:50 und für die NC-Piloten um 16:05 geöffnet, also ein sehr später Task.



Für uns NCler ging es erst ca 10km richtung Dachstein zum Guttenberghaus und dann weiter zum Gipfel am Grimming. Die Ligapiloten bekamen dieselbe Aufgabe, nur durften die direkt zum Dachstein rüber und dann erst zum Grimming. Für alle gab es 2 Wendepunkte. Schon vor dem Briefing wurden die NCler sehr nervös und hatten alle angst irgend etwas zu versäumen. Die Organisatoren mussten sich für uns sehr oft wiederholen bis wirklich jeder NCler alles überrissen hatte.

Nach dem wir unsere Geräte mit dem vorgegebenen Task konfiguriert hatten, hieß es für den Start fertig machen. Spannend wenn 75 Personen sich auf den Start vorbereiten und noch mal in sich in ruhe hineingehen. Nach dem Start gab jeder sein bestes, doch trotzdem wurden viele von uns disqualifiziert da sie etwas zu früh in den Startzylinder eingeflogen sind, unter anderem auch ich. Das GPS/Vario hatte zwar wild mit mir gestritten das ich in die gegen gesetzte Richtung fliegen muß, habe dies aber ignoriert und händisch auf die nächste Boje umgeschalten.

Beim Guttenberghaus habe ich mir einen guten Platz gesucht, bei dem ich auf den Manninger Markus warten konnte, als er aber daher kam, zischte er erstmal voll am Wendepunkt vorbei und ich wußte kurz nicht weiter, sollte ich noch länger warten oder einfach alleine weiterfliegen. Da die Zeit weiter verstrich und er nicht umdrehen wollte und anscheinend Planlos blieb, machte ich mich auf den Weg zum Grimming mit dem zweiten Wendepunkt. Die verstrichene Zeit beim Warten sollte ich noch schwer zu spüren bekommen als vor mir um bereits nach 17 Uhr begann die alles aufzulösen, die Thermik immer schwächer wurde und die Talwinde zunahmen.

GOPR0225Beim Grimming angekommen war das Bild das ich mir vom berg machen konnte noch super, die Sonne strahlte immer noch auf der West und Ost seine ein, reichte aber nur mehr für einen leichten Soarer, die Bastlerei hat begonnen! Die Ostseite gab noch etwas her was einen aufstieg bis Berggrad reichte, dort wurde die sachte aber verleet, darum arbeitete ich mich auf die Westseite wo die Sonne doch mehr hinein strahlte. Dort war das Spiel nicht viel anders als auf der Ostseite, leichte aufwinde bis zum Grad, dann hat sich die Warme Luft wieder verleet. Auf beiden seiten half die Bastlerei nichts mehr, es war einfach schon zu spät und niemand mehr in der Luft zu sehen, die Boje blieb unerreichbar am Gipfel für mich. Für den Rückflug zum Landeplatz hätte ich auf der Ostseite bleiben müssen, oder mich zurück auf die Ostseite kämpfen, nach 10 Minuten habe ich den Kampf aber aufgegeben und mich fürs landen entschieden.

Sicher am Boden auf einer kleinen Wiese zwischen Bäumen und der Zugschiene gelandet, schnell den Abhole-Service angerufen, was geboten wird, muß auch genutzt werden! Komischerweise war ich der letzte Kämpfer der nach dem Task zuhause am Landeplatz angekommen ist zusammen mit der Vera die kurz vor Gröbming zu stehen gekommen ist zwischen einem Haufen Hochstromleitungen. Begrüßt wurde ich mit einer kühlen Flasche Bier von meinen Freunden aus dem PGC :)

Beim Auswerten der GPS Geräte wurden viele enttäuscht, da sie disqualifiziert wurden aufgrund zu frühen Startens in den Startzylinder. Meine Disqualifizierung war mir herzlichste egal, ich hatte einen geilen Flug und hab durchgebissen und troz der späten Zeit das Beste für mich rausgeholt. Schade fand ich das ich nicht zusammen mit dem Manninger herumkurven konnte.

Die Nachbesprechung war ne tolle sache am Abend mit gutem Essen und einem kühlen Bier, geleitet vom Schrempf Walter und Heli Eichholzer. Dabei wurden die Besten Flüge und Bastlereien im Detail angeschaut und Besprochen, der Task wurde im Ganzen noch einmal beurteilt und Problemstellen wie z.B. beim Startzylinder für die NCler beredet.

Da wir eine Woche mit dem Wohnwagen unterwegs waren, hatten meine Geräte ein großes Bedürfnis an Strom zum laden. Darum wollte ich mich für eine Nacht in ein Hotelzimmer legen. Die Claudia hat erstklassig für alle Obdachlosen ein Zimmer Organisiert, das letzte ging an mich! Aber zu früh gefreut, leider wurde der Schlüssen an den falschen weiter gegeben, und der ließ sich nimmer rausschmeißen. Aber es kommt wie es kommt, und ich wurde vom Schrempf Heli und seiner Bomben Freundin zu sich nachhause eingeladen. Glück muß man haben! Die 2 haben sich besten um mich gekümmert und es hat mir an nichts gefehlt. Endlich wieder zivilisiert Duschen, Waschen und schlafen!

Der Tag7 begann wie der Tag6 mit einen schlechten ersten Eindruck vom Tag, der sich bestimmt nicht mehr ändern würde. Dicke große abgeschliffene Wolken verbieten einen über nacht eingetroffenen SW Föhn der den Task-2 zum scheitern verurteilte. Nach gutem Frühstück mit Kaffe und Zigarette machten wir uns keinen großen Streß mehr und gingen den Tag gemütlich an.

Beim großen Zusammentreffen wurde der Task-2 Wetterbedingt abgesagt und es ging direkt weiter mit der Siegerehrung bei der unser Schlegl Franz in der NC Wertung den 3ten Platz machen konnte und unser Heimo den 2ten Platz für den Steirischen Landesmeister. An dieser Stelle möchte ich beiden noch mal aufs herzlichste Gratulieren. Beim Franz hätte ich nicht damit gerechnet, als er beim Starten nicht so richtig in die Luft wollte und der Schirm sich währte :P

Im ganzen war es eine Tolle Erfahrung! Es gab viel zu lernen und die Umgebung ist Traumhaft! Es wurden viele neue Bekannt schafften geknüpft und Infos ausgetauscht. Der NC-Task auf der Emberger wurde uns leider gestrichen, dafür soll es als nächstes ins Zillertal und nach Voradelberg weitergehen. Ob Ich mir diese Strecken antun werde bezweifle ich da mir andere Termine in die quere kommen.

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